iBeacon Anwendungsbeispiele jenseits des Einzelhandels


Veröffentlicht am 13.11.2014 um 11:16 Uhr


iBeacon ist ein von Apple entwickelter Standard, der auf Bluetooth Low Energy basiert.  Beacons senden in festen Zeitintervallen Signale in Form einer UUID (Universal Unique Identifier), die dann von einer für den Empfang von diesen Signalen konfigurierten App empfangen werden können.  Befinden sich mindestens drei Beacons in Reichweite des Endgeräts, lässt sich durch Trilateration die Position des Empfängers im zweidimensionalen Raum errechnen, um den Standort zu ermitteln. Damit kann eine App auch innerhalb von Gebäuden auf den Standort eingehen.  

Der Kunde navigiert also durch das Geschäft und bekommt über Push-Benachrichtigungen Angebote auf sein Smartphone. Die meisten bekannten Anwendungsbeispiele der Beacon Technologie stammen aus dem Einzelhandel. So enden Beacons oft und fälschlicherweise in der „Marketing Schublade“. Dies ist jedoch nicht richtig, da sich die Einsatzgebiete der Beacon Technologie nicht nur darauf beschränken, sondern die Sender vielseitig einsetzbar sind.

Um mögliche Use-Cases von Beacons besser überblicken zu können, muss man sich bewusst sein, dass die Beacons  nur eine Kennung, jedoch nicht Informationen selber aussenden. Diese Kennung agiert dann als „Trigger“. Die Technologie muss also wie eine zusätzliche Ebene, ein sogenannter „Layer“, in eine App integriert werden. 

Beacons als Blindenleitsystem und Indoornavigation

Wie das Beispiel des Flughafens San Francisco zeigt, gibt es andere Einsatzgebiete der Technologie, bei denen der Nutzen der Sender auch jenseits des Shoppings auf der Hand liegt. Der Flughafen installierte Beacons,  um sehbehinderte Menschen durch die Terminals zu navigieren.  Die Lufthansa setzte eine iBeacon-Integration in ihrer App erstmals auf dem Flughafen Frankfurt ein. Die Passagiere können so unter anderem die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen checken. 

Pädagogische Mehrwerte

Auch in Museen und Zoos können Beacons genutzt werden. Mithilfe der Sender können Besucher ihre Smartphones zur  Museums- oder Zoonavigation nutzen, welche nicht durch Gebäudestrukturen gestört werden kann. An den Exponaten oder Gehegen angebracht, können Besucher Hintergrundinformationen in Form von audio-visuellen Dateien auf dem Smartphone anschauen. Somit wird der Besuch pädagogisch  wertvoller. 

Industrie 4.0 und das Smarthome

Im Machine-to-Machine Bereich sind die Beacon Sender vielseitig nutzbar. Man spricht bereits  von einer vierten Revolution der Industrie, der Industrie 4.0, in der die intelligente Fabrik zum Ziel und das Internet der Dinge zur Grundlage wird. Beacon Sender in Fabriken könnten zusammen mit einer App Wartungssignale  über das Internet weitergeben und so dafür sorgen, dass Fehler in den Produktionsabläufen frühzeitig erkannt werden können. In Smarthomes  fungieren die Beacons als sogenannte „Trigger“ um eine App aufzurufen, die Licht und Heizung einschaltet, sobald man nach Hause kommt.  Im Sicherheitsbereich könnte man die Beaons einsetzten, damit sie eine App, die beim Verlassen des Hauses „getriggered“ wird, dafür sorgt, dass die Haustür verriegelt.

Mehr als ein Marketinginstrument

Eine Integration der Beacon Technologie kann also nicht nur genutzt werden, um Kunden attraktive digitale Mehrwerte wie Coupons und Cross-Selling Angebote zu bieten, sondern ist auch jenseits des Marketing Bereichs einsatzfähig. 

 

 


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